NFTs – was sie sind und welche Rolle sie für Galeristen, Künstler und Sammler spielen können

NFTs – the internet of art

NFTs „leben“ wie Bitcoin in einer Blockchain. Im Gegensatz zu Bitcoin jedoch handelt es sich bei NFTs um nicht austauschbare Tokens.

Jeder Bitcoin kann durch einen anderen Bitcoin ersetzt werden.

NFT repräsentieren ein einmaliges Objekt auf der Blockchain.

In einer Digitalen Welt, wo grundsätzlich alles beliebig oft kopierbar ist, sind NFT das Werkzeug um für digitale Assets – also zum Beispiel digitale Kunst – Ursprung und Historie nachzuweisen.

Sie können also als digitales Echtheitszertifikat für digitale Kunst dienen.

Warum ist das interessant?

Ohne die Möglichkeit Echtheit nachzuweisen gibt es keinen digitalen Kunstmarkt.

Folgerichtig explodiert seit der Entwicklung von NFT der digitale Kunstmarkt.

Jetzt werden einige sagen „das ist alles nur Drogengeld“.

Andere werden hier aber das Aufkommen eines vollkommen neuen Marktphänomens sehen.

Und wie immer wenn so etwas passiert stellt sich die Frage:

Was bedeutet dies für die etablierten Marktteilnehmer?

Wie immer wenn sich Märkte ändern gibt es für alle Beteiligten Risiken und Chancen.

Wir wollen uns hier anschauen, wo diese Risiken und Chancen für Veranstalter, Galeristen, für Sammler und für digitale und analoge Künstler liegen.

Der digitale Künstler

Die „early visioneers“ – sie erstellen digitale Kunst direkt für den NFT Markt – Photos, Collectables, digital Paintings…

Wer jetzt meint, ein Preis von 1,495 sei nicht besonders viel – die Preise hier sind in ETH. Umgerechnet in € sind das knapp 5.000 €

Diese digitalen Künstler reiten gerade ganz oben auf der Hype Welle. Sie erreichen Ihr Publikum auf Discord und Reddit, sie verkaufen Ihre Kunst gegen ETH oder XTZ und präsentieren sich auf Plattformen wie opensea oder hen.

Dennoch gibt es noch den „alten Markt“ die Galeristen mit Ihrer Reputation, ihrer Erfahrung und mit Ihren Kontakten.

Es gibt Sammler die nicht die digitale Affinität haben, um sich eine ETH Wallet einzurichten und denen somit dann dieser digitale Markt verschlossen bleibt.

Und wenn der Hype abflacht, die Gesetze des „alten Kunstmarktes“ wieder mehr Gewicht bekommen – dann könnte es sich für diese „digital natives“ auszahlen, mit Galeristen zu partnern, die Zugang zum Vertrauen – und zum Geld – von den klassischen Sammlern haben.

Die analogen Künstler

Hier ist alles ganz einfach: sowohl Chancen als auch Risiken:

Wenn sich im Digitalen ein neuer Kunstmarkt etabliert und dort Geld bewegt wird, besteht das Risiko, dass dieses Geld im analogen Kunstmarkt nicht mehr zur Verfügung steht.

Wenn man sich also weiter ausschließlich auf den analogen Markt konzentriert, riskiert man, dass dieser Markt kleiner und die eigene Marktsituation schlechter wird.

Auf der anderen Seite: die Chancen sind vielversprechend:

Ein ganz neuer Markt mit eigenen Gesetzen entsteht. Auch neue kreative Möglichkeiten.

Die eigene Kunst digital zu vermarkten, mit künstlicher Intelligenz zu variieren, 3D begehbare Kunst in VR zu erstellen und digital zu vermarkten… all das sind spannende neue Möglichkeiten.

Die Sammler

Egal ob als Wertanlage oder aus Kunstleidenschaft gesammelt wird: eine ganz neue Form von Kunst in ihrem eigenen Markt entsteht.

Es ist ein wenig so als hätte jemand gerade die Malerei entdeckt und es würde sich in diesem Feld eine Explosion von Kreativität entfalten:

Vieles wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden – einiges wird seinen Platz in der Kunstgeschichte finden.

Der Galerist

Was für spannende Zeiten! Neue Kunstformen, neue Marktplätze, neue Künstler.

Des Galeristen Asset ist seine Reputation in Sammlerkreisen.

Er hat die Möglichkeit, Sammlern die Berührungsangst zu nehmen und sie an diese neuen Kunstformen und Märkte heranzuführen. Und hier im Digitalen auch neue Umsätze zu generieren.

Der Galerist kann durch seine einmalige Stellung im Markt sowohl den Künstlern als auch den Sammlern den Weg in diesen neuen digitalen Markt bereiten.

Auf der anderen Seite gilt für ihn dasselbe wie für den analogen Künstler:

Der analoge Markt könnte in Teilen vom neu aufkommenden digitalen Markt kannibalisiert werden. Dann ist es sinnvoll, auch im digitalen Markt mitzuspielen.

Veranstalter

Hier gilt nahezu 1:1 was für den Galeristen gilt.

Auch der Veranstalter von Messen und Ausstellungen bringt Künstler und Sammler zusammen. Auch hier liegt die große Chance, früh den digitalen Kunstmarkt mitzugestalten.

Fazit

Der digitale Kunstmarkt geht nicht mehr weg. Das kann man gut oder schlecht finden.

Aber aus dem oben gesagten geht hervor: Für alle Marktteilnehmer – analoge oder digitale – gilt:

Hier liegt enormes Potential: kulturelles, kreatives und wirtschaftliches. Jeder hat im Markt seine ganz spezifischen Stärken.

Wenn die Marktteilnehmer es klug anstellen, werden alle von den gegenseitigen Stärken profitieren können.

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